Antrag auf Anpassung des IBC Plakat Standards
 

© Von Joep van Esch - www.bettaterritory.nl

Beweggründe

Showstandards sind immer Veränderungen unterworfen, die dem Einfluss internationaler Zuchttendenzen unterliegen. Auf diese Art und Weise werden neue und höhere Ziele festgesetzt. Dieser Mechanismus ist leicht nachzuvollziehen, wenn man sich die Geschichte unserer Standards ansieht. Am Anfang stand immer eine Gruppe von Züchtern, die ihre Zuchtziele der Entwicklung eines neuen Typus verschrieben hatten, der wiederum einige Zeit brauchte, um in der Szene akzeptiert zu werden. Schlussendlich führte dies zu einer Anpassung des Standards, da dieser neue Typus mehr und mehr Anerkennung im Hobby fand. So war z.B.: die Entwicklung des Halfmoon Ergebnis der intensiven Arbeit von Paris Jones, Peter Goettner, Guy Delaval, Rajiv Massilamoni, Laurent Chenot und Jeff Wilson. Und obwohl es einige Zeit brauchte, bis diese neue Flossenform auf Schauen akzeptiert wurde, kam es doch zu der Ausarbeitung des Halfmoon Standards, den wir bis zum heutigen Tag haben. Ähnlich verlief die Entstehung des Crowntail Standards, nachdem Ahmad Yusuf und Henry Yin begannen, sie auf Schauen zu präsentieren.

In der Vergangenheit waren Betta Vereine auf ihr Land oder gar auf eine Region in einem bestimmten Land beschränkt. Erst das Internet ermöglichte uns den umfassenden Austausch auf internationaler Basis. Meiner Meinung nach gilt dies auch für den International Betta Club (IBC). Obwohl „international“ schon länger im Namen des Clubs geführt wird, so war es erst durch das Internet möglich, eine größere Anzahl von internationalen Züchtern zu erreichen. Mittlerweile hat der IBC Mitglieder aus der ganzen Welt. Wenn wir also hochqualitative Standards festsetzen wollen, die von den Züchtern weltweit akzeptiert werden sollen, so müssen wir auch diese Züchter in die Diskussion darum mit einschließen.   

Plakats erlangen mehr und mehr Popularität in der Betta-Welt. Einige Jahre gab es nur (assymmetrische) traditionelle Plakats auf den Schauen, aber das Halfmoon-Fieber verursachte eine Evolution beim kurzflossingen Betta, die schlussendlich zur Entwicklung eines zweiten Plakat Typus führte, dem assymetrischen Schauplakat. Durch weitere selektive Zucht und die ständige Jagd nach Symmetrie führte dies zur Entstehung eines dritten kurzflossigen Plakat Typus, dem symmetrischen Schauplakat. Ich bin sehr froh, dass alle drei Flossentypen vom IBC mit einem jeweiligen Standard anerkannt sind. Dies macht den Plakat Standard einzigartig im Vergleich zu den anderen Standards, weil hier drei verschiedene Untertypen einer Flossenform jeweils als eigene Klasse anerkannt wurden. Mein eigenes Zuchtprogramm widmet sich seit Jahren ausschließlich Plakats. Obwohl ich kein IBC Richter bin, so habe ich doch so einiges an Erfahrung mit dem Richten von Bettas hier auf europäischen Schauen. Über die Jahre habe ich auch viele Fische in meinem eigenen Fischraum genauestens studiert und beurteilt, wie auch die vieler anderer Züchter. Ich habe mich lange mit dem aktuellen Plakat Standard beschäftigt und habe das Gefühl, dass einige Dinge angepasst werden sollten. Zum einen denke ich, dass einem Standard, unabhängig für welche Klasse, auch geeignete Beispielbilder beigefügt werden sollten, die den geschriebenen Regelungen klar entsprechen, um etwaigen Verwirrungen vorzubeugen. Betreffend der aktuellen Standards für die drei Plakat Subtypen, denke ich, ist dies allerdings nicht ganz gelungen. Zum anderen bin ich der Meinung, dass die aktuellen Standards unter die Lupe genommen werden sollten, um zwischen den Flossenformen klarere Unterscheidungen festzusetzen. Der aktuelle Standard wurde über die Jahre angepasst, indem immer wieder zusätzliche Regelungen angehängt wurden. Dies ist vermutlich eine der Ursachen für die jetzigen Verwirrungen/Fehlinterpretationen. Bitte verstehen Sie mich hier nicht falsch, ich möchte niemanden angreifen oder verurteilen mit diesem Artikel. Ich möchte einzig eine fruchtbare Diskussion initiieren, die sich mit diesem Thema auseinandersetzt. Ich züchte unheimlich gerne Plakats, deshalb ist mir ein guter Standard für die drei verschiedenen Subtypen sehr wichtig.  

Nachdem wir nun mit drei verschiedenen Plakat Typen zu tun haben, die jeweils aus einander durch selektive Zucht entstanden sind, gibt es auch viele „Zwischen-Typen“, die oftmals nur schwer einer bestimmten Schauklasse zuzuordnen sind. In meinem Artikel „The Plakat Trilogy!“, der in der September/Oktober 2007 Ausgabe von FLARE publiziert wurde, versuchte ich bereits meine Gedanken zu diesem Thema darzulegen. Wie ich auch erwähnte, basierte der Artikel auf meiner persönlichen Meinung und überlappte teilweise mit den aktuellen IBC Standards. Aufgrund meines Artikels zeichnete Dan Young einige Skizzen, um den aktuellen IBC Standard für die drei Plakat Typen zu erklären und besser zu veranschaulichen. Diese Zeichnungen wurden in einem Artikel von Sieg Illig und Dan Young in der Januar/Februar 2008 Ausgabe im FLARE veröffentlicht.

Ich persönlich habe einige Bedenken betreffend der beigefügten Skizzen/Beispiele zu den aktuellen Standards der drei Plakat Typen.

1.         (asymmetrische) traditionelle Plakats: Meiner Meinung nach zeigt die Zeichnung von Dan Young sehr gut, wie ein (asymmetrischer) traditioneller Plakat aussehen sollte. Dieser Typus sollte idealerweise eine maximal 2fache Flossenstrahlenteilung (primäre Verzweigung) zeigen. (Asymmetrische) traditionelle Plakats stehen für den Anfang der Anfänge und sind am nähesten mit dem Wildtyp verwandt, der ebenfalls eine primäre Verzweigung der Flossenstrahlen in seiner Caudale aufweist. (Asymmetrische) traditionelle Plakats sind das kurzflossige Äquivalent zum Veiltail Betta, der ebenfalls idealerweise eine primäre Verzweigung der Flossenstrahlen in der Caudale zeigt. Im aktuellen Standard, ist auch eine 4fache Verzweigung (sekundäre Verzweigung) bei (asymmetrischen) traditionellen Plakats zulässig. Für die Basis der Dorsale sollte nicht mehr als 1/3 der Breite der Analflosse erlaubt sein.


Beispiel der Dorsale im aktuellen Standard für den (asymmetrischen) traditionellen Plakat

Wenn man sich das Beispielfoto für die Form der Dorsale im aktuellen Standard ansieht, so denke ich, sollte es durch ein treffenderes ersetzt werden, das den geschriebenen Standard besser veranschaulicht. Das aktuelle Beispiel ist weit vom Ideal entfernt – die ersten Flossenstrahlen sind viel zu kurz und die Basis der Dorsale ist zudem für den traditionellen Typus zu breit. Die Ventralen sollten lang und dünn sein. So würden die „traditionellen“ Charakteristika des klassischen Typus erhalten bleiben.

 

2.         Asymmetrische Schauplakats: Einerseits scheint der IBC einen Standard entwerfen zu wollen, der eine klare Unterscheidung zwischen den drei Typen bieten soll, aber wenn man sich den aktuellen Standard mit den beigefügten Beispielbildern ansieht, sind die Unterschiede zwischen dem (asymmetrischen) traditionellen Plakat und dem asymmetrischen Schauplakat nur sehr minimal. Weiters, wenn man sich das Beispielfoto des asymmetrischen Schauplakats ansieht, das im aktuellen Standard publiziert wurde, repräsentiert dieser Fisch nicht das, was im Text als Standard beschrieben ist.


Beispiel eines asymmetrischen Schauplakats, aus dem aktuellen Standard entnommen

Das Beispiel zeigt einen eher unharmonisch erscheinenden Fisch, dessen Dorsale, Caudale oder Analflosse in der Form nicht der Idealform des Standards und den beigefügten Zeichnungen entspricht.

Meiner Meinung nach können alle Plakat Züchter leicht die Unterschiede zwischen (asymmetrischen) traditionellen Plakats und symmetrischen Schauplakats erkennen. Hingegen bei der exakten Definition des asymmetrischen Schauplakats gibt es ein großes Problem. Die klassischen Charakteristika werden bereits durch den Standard der (asymmetrischen) traditionellen Plakats erhalten, aber mit der Züchtung des Halfmoon, wurden auch Plakats auf eine nächste Entwicklungsstufe gebracht. Gemäß dem aktuellen IBC Standard, ist die einzige Unterscheidung zwischen dem (asymmetrischen) traditionellen Plakat und dem asymmetrischen Schauplakat die D-förmige Caudale. Meiner Meinung nach gibt es allerdings weitaus mehr Unterschiede! Das Kreuzen von (asymmetrischen) traditionellen Plakats mit langflossigen Halfmoons um asymmetrische Schauplakats zu kreieren, hat auch den Effekt, dass - neben einer Zunahme von Flossenstrahlen in der Caudale - es auch in der Analflosse und Dorsale zu mehr Flossenstrahlenverzweigungen kommt. Auch sollte man nicht auf den Einfluss der Doubletail-Gene vergessen, die hier für breitere Dorsalen mit mehr Volumen sorgen (wie auch bei den langflossigen Halfmoons). Ich denke nicht, dass wir das abstreiten können. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich denke nicht, dass die Dorsalen gleich breit sein sollten, wie man sie in den symmetrischen Schauplakaten sieht, aber ich denke, wir sollten erlauben, dass sie eine etwas breitere Basis haben dürfen als die (asymmetrischen) traditionellen Plakats. Ich würde vorschlagen, dass die Basis der Dorsale idealerweise maximal die ½ Länge der Breite der Analflosse haben darf (so bleibt das asymmetrische Erscheinungsbild gewahrt). Gemäß dem aktuellen Standard, sollte die Analflosse eines asymmetrischen Schauplakats auf eine deutlich punktförmige Spitze zulaufen, so wie man sie in (asymmetrischen) traditionellen Plakat vorfindet – ein Nichtvorhandensein dieser Spitze wird als schwerer Fehler gesehen. In der Praxis ist die Form der Analflosse in asymmetrischen Schauplakats aber anders als die der (asymmetrischen) traditionellen Plakats. Während (asymmetrische) traditionelle Plakats eine klare punktförmige Spitze am Ende der Analflosse haben, haben asymmetrische Schauplakats normalerweise eine Analflosse, die nur leicht zum Ende hin abfällt (ohne die punktförmige Spitze). Des weiteren finde ich, dass die Ventralen eines asymmetrische Schauplakats ein voluminöseres Erscheinungsbild haben sollten als die von (asymmetrischen) traditionellen Plakats und zudem die Länge des längsten Flossenstrahls dem längsten der Analflosse entsprechen sollte. Auf diese Art erhalten wir die deutliche asymmetrische Erscheinung, aber erreichen dies in einer anderen Art als beim (asymmetrische) traditionellen Plakat und kreieren somit einen eindeutig eigenständigen Typus.

3.         Symmetrischer Schauplakat: Der symmetrische Schauplakat ist das kurzflossige Äquivalent des langflossigen Halfmoon. Meiner Meinung nach ist der Unterschied zwischen dem symmetrische Schauplakat und dem asymmetrischen Schauplakat hauptsächlich in der Form/Länge der Analflosse, da diese den Hauptunterscheidungsfaktor des asymmetrischen/symmetrischen Schauplakats darstellt. Andere wichtige Faktoren sind die Breite der Dorsale, welche rechteckiger beim symmetrischen Schauplakat ist und natürlich die Form/Länge der Ventralen. Idealerweise, sollte man für die Basis der Dorsale max. ¾ der Breite der Analflosse erlauben, wohingegen die Ventralen eine Spur länger als die Länge der Flossenstrahlen der Analflosse sein sollen dürfen (maximal 1/3 der Länge der Breite der Analflosse). Wenn wir uns das Beispielfoto des symmetrischen Schauplakats im aktuellen Standard ansehen, so denke ich nicht, dass dies ein Fisch ist, der den aktuellen Standard auch wirklich repräsentiert.


Beispiel eines symmetrischen Schauplakats dem aktuellen Standard entnommen

Das Beispielfoto zeigt zwar tatsächlich einen Fisch mit einem eher symmetrischen Erscheinungsbild, aber auch mit einer ganzen Reihe an Fehlern, z.B.: unordentlich aussehende/beschädigte Flossenstrahlen in allen drei unpaarigen Flossen und kurze, stoppelige Ventralen. 

Nachdem ich meine Bedenken mit Dan Young per email diskutiert hatte, bat er mich, meine diesbezüglichen Gedanken in Form eines offiziellen Antrages niederzuschreiben. Stuart Scott ersuchte mich zusätzlich, den Antrag FLARE zur Publikation zur Verfügung zu stellen. Indem ich viele verschiedene Fische aller drei Typen genauestens studiert habe und ihre Proportionen vermessen habe, versuchte ich einen Antrag zu verfassen, der Fehler und Beispiele mit einschließt. Ich versuchte mir die vorgeschlagenen Proportionen mithilfe von Zeichnungen vorzustellen. Mein Freund Stefan Psarakos aus Australien machte dann einige exzellente Zeichnungen, die es ermöglichen realistischer zu veranschaulichen, um was es in meinem Antrag eigentlich geht.  

Zusätzlich möchte ich auch noch Ihre Aufmerksamkeit auf eine weitere Entwicklung lenken, die das Erscheinungsbild der heutigen Schaubettas nachhaltig beeinflusst, den „Rosetail“. Ende 2005 beschloss ich einen Artikel über meine Bedenken zu verfassen, der in der März/April 2006 Ausgabe im FLARE veröffentlicht wurde. Mit diesem Artikel wollte ich die Menschen darauf aufmerksam machen, mit diesem neuen Merkmal in den Zuchtprogrammen sehr vorsichtig zu sein. Ja, mit Rosetails zu arbeiten ist eine Abkürzung mit schnellen Resultaten, aber wenn nicht vorsichtig damit umgegangen wird, so resultiert dies zumeist auch im Auftreten von zunehmend extremeren Rosetails im Laufe der Generationen. Anfangs glaubten die Züchter nicht, dass die extremeren Rosetails eine Gefahr für unser schönes Hobby darstellen könnte, aber ich denke, dass mehr und mehr Züchter mittlerweile aus eigener Erfahrung wissen, dass sie mit diesem Merkmal sehr vorsichtig umgehen müssen.  

Unglücklicherweise werden die extremen Formen nach wie vor in Zuchtprogrammen von vielen Züchtern verwendet, da diese, wie oben erwähnt, einen schnellen Weg Richtung Halfmoon Flossenform binnen weniger Generationen bieten. Auf aquabid werden sie gehäuft zum Verkauf angeboten und zu meiner großen Enttäuschung werden sie auch mit zunehmender Häufigkeit auf Schauen gezeigt.

Meiner Meinung nach gehören diese extremeren Formen wegen folgender Charakteristika aber in keine Schau: 

•           Unharmonisches Erscheinungsbild (kleine Flossen im Vergleich zur Körpergröße) -> Idealerweise sollte die Größe der Flossen und Größe/Volumen des Körpers gut proportional zueinander sein.

•           Unregelmäßige Schuppenverteilung -> Idealerweise sollten die Schuppen eines Fisches regelmäßig und in Linien verlaufen. Die Schuppengröße sollte in etwa gleich sein und die Verteilung über den Körper gleichmäßig. 

•           Blasse Körperfarbe -> Normale Bettas zeigen eine intensivere und gleichmäßiger  verteilte Farbe. 

•           Übertrieben viele Flossenstrahlenverzweigungen -> führt zu einer Caudale, deren Erscheinungsbild an Rosenblüten/Diamanten erinnert. Die äußeren Flossenstrahlen sind nach außen Richtung Kopf verbogen (gecurlt) -> idealerweise sollte eine D-förmige  Caudale gezeigt werden, mit geraden äußeren  Flossenstrahlen.  

Betreffend der drei verschiedenen Plakattypen, die im Standard beschrieben werden, sieht man diese Probleme am ehesten in den Klassen des asymmetrischen Schauplakats und des symmetrischen Schauplakats, da diese thematisch stark mit der Halfmoon Caudale und mit selektiver Zucht auf multiple Flossenstrahlenverzweigungen zusammenhängen.  

Ich denke, dass das „Rosetail“-Problem nicht so sehr mit einem fehlerhaften Standard zu tun hat, sondern viel mehr damit, wie dieser Standard interpretiert wird. Meiner Meinung nach ist es die Aufgabe des IBC, sowohl die Mitglieder als auch die Richter darüber zu informieren und sie davor zu warnen, damit gesunde und hoch qualitative Schaubettas gezüchtet werden können. Deshalb habe ich einen zusätzlichen Kommentar darüber hier in meinem Antrag eingearbeitet. 

Im Forum bettas4all entwickelte sich die Diskussion zu diesem Thema zu einer internationalen, wo Plakat Züchter aus der ganzen Welt ihre Meinungen dazu gepostet haben. Wenn Sie daran interessiert sind, diese nachzulesen, so wäre die Diskussion mit diesem Link zu finden: http://www.bettas4all.nl/viewtopic.php?t=1239 (Registrierung notwendig, um Spam Beiträge zu vermeiden). 

Ich hoffe ich konnte meine Gedanken/Motivation mit diesen zusätzlichen Kommentaren zu diesem Thema ausreichend erklären. Die nächsten Seiten dieses Antrages widmen sich nun dem eigentlich Antrag auf Anpassung des IBC Plakat Standards. Ich hoffe, dass das IBC-Richtergremium offen gegenüber meinen Vorschlägen sein wird und dass dieser Antrag dazu beitragen wird, ein höheres Ziel in unserem Hobby zu erreichen. Danke für Ihre Zeit und Ihre Aufmerksamkeit. 

ANTRAG AUF EINEN NEUEN PLAKAT STANDARD 

Einleitung

Kurzflossige Bettas sind in der Betta Welt wegen ihres kompakten und vitalen Erscheinungsbildes immer populärer geworden. Oftmals scheinen sie gar den langflossigen Bettas überlegen, da sie ihre Flossen während ihres ganzen Lebens hindurch besser tragen können und weniger anfällig für Flossenfäule sind. Kurzflossige Bettas, auch bekannt als Plakats sind betreffend ihrer Flossen am nahesten mit der Wildform des Betta Splendens verwandt. Die längste Zeit über züchteten thailändische Züchter diesen Typus aus der Wildform, um deren Kampfnatur, Stil, Zähigkeit, Form und Farbe weiter zu entwickeln. Diese Praxis der selektiven Zucht legte den Grundstein für die verschiedenen Farben und Flossentypen, die wir heute kennen.  

Jahrelang sah man praktisch nur den (asymmetrischen) traditionellen Plakat Typus auf Schauen, aber das Halfmoon Fieber führte auch beim kurzflossigen Typus zu Weiterentwicklungen. Die allgemeine Erscheinung dieser Fische ist asymmetrisch und kombiniert Merkmale des (asymmetrischen) traditionellen Plakats und des Halfmoons. Neben den vermehrten Flossenstrahlenverzweigungen in der Caudale, resultierte das Kreuzen mit Halfmoons auch in vermehrten Flossenstrahlenverzweigungen in der Analflosse und der Dorsale und beeinflusste somit auch Form und Volumen dieser Flossen. Beide Typen haben eine klare asymmetrische Erscheinung, die hauptsächlich durch die verlängerten Flossenstrahlen im hinteren Teil der Caudale verursacht wird, aber auch durch die Länge und Form der Ventralen und der Dorsale. Die Unterscheidung zwischen (asymmetrischen) traditionellen Plakats und asymmetrischen Schauplakats erfolgte offiziell 2005 durch den IBC, indem ein individueller Standard für beide Formen festgesetzt wurde.  

Um langflossige Halfmoons zu züchten, gilt es als ultimatives Ziel, einen Fisch mit einer ausgeprägt ausbalancierten, harmonischen Erscheinung zu züchten. Das zunehmende Interesse am asymmetrischen Schauplakat führte zur Entwicklung eines anderen Plakattypus, dem symmetrischen Schauplakat. Dieser Typus ist das kurzflossige Äquivalent des langflossigen Halfmoons und wird oft als „Shortmoon“ bezeichnet. 2007 wurde dieser Typus offiziell durch den IBC mit einem dritten Plakatstandard anerkannt.  

Kriterien

(Assymmetrische) traditionelle Plakats:

•           Allgemeines Erscheinungsbild: Das asymmetrische Aussehen wird hauptsächlich durch die Länge und Form der Analflosse verursacht, aber auch die Breite, Länge und Form der Ventralen und Dorsale spielen eine wichtige Rolle.
•           Körper: (Asymmetrische) traditionelle Plakats haben die schlankste Körperform der drei Typen. Der Körper sollte nicht zu groß/klein im Vergleich zu den Flossen sein. Die äußere Körperlinie zwischen Maul und Dorsale sollte glatt und ohne Dellen und Beulen verlaufen. Der hintere Teil des Körpers sollte annähernd symmetrisch sein (fast wie ein Spiegelbild, von einer imaginären Mittellinie aus gedacht) und einen kräftigen Caudalansatz aufweisen. Die Beschuppung des Körpers sollte regelmäßig und linienförmig angeordnet sein.
•           Dorsale: Die Dorsale darf ein gleichmäßig rundes Aussehen haben oder aber im hinteren Teil zu einer leichten Spitze zusammenlaufen. Die Flossenbasis der Dorsale ist gleich einem 1/3 der Breite der Analflosse. Der hintere Teil der Dorsale überlappt den oberen Teil der Caudale. Die vorderen Flossenstrahle der Dorsale sollten nicht zu kurz sein. Eine Überlappung der Dorsale mit dem Körper ist nicht angestrebt.
•           Caudale: Die Caudale kann auf 180° aufgespreizt werden und hat abgerundete Ecken. Das allgemeine Aussehen kann sowohl rund als auch leicht pinselförmig sein. Im Falle einer pinselförmigen Caudale, so sollte sich die Spitze in der Mitte der Caudale befinden. In der Mitte der Caudale, sollte die Länge der Flossenstrahlen, die von der Flossenbasis zu den äußeren Ecken verlaufen, die ½ Breite der Analflosse (im Falle einer pinselförmigen Caudale, etwas länger) haben. Die Spreizung der Caudale wird nicht durch vermehrte Flossenstrahlenverzweigungen erreicht, sondern durch das Vorhandensein von mehr Gewebe zwischen den Flossenstrahlen. Die Caudale hat idealerweise primäre Flossenverzweigungen (2 Flossenstrahlen).
•           Analflosse: Die Analflosse hat eine trapezoide Form, wobei der vordere Teil kürzer als der hintere Teil ist. Die vordere Ecke darf etwas abgerundet sein, hingegen läuft der hintere Teil zu einer klaren Spitze zusammen. Der längste Flossenstrahl der Analflosse sollte doppelt so lang sein wie die Länge der äußeren Flossenstrahlen der Caudale (~2/3 der Breite der Analflosse). Während des Flossenaufspreizens, sollte der vordere Teil leicht nach vorne abgespreizt werden und der hintere Teil sollte mit dem unteren Teil der Caudale überlappen.
•           Ventralen: Die Form der Ventralen sollen an ein Messerblatt erinnern das die scharfe Seite nach hinten gerichtet hat. Die Ventralen sind lang und schlank, gleich lang und überkreuzen sich nicht. Die Länge der Ventralen sollte mindestens 2/3 und maximal ¾ der Breite der Analflosse sein.
•           Pectoralen: Wie in anderen Schaubettas.  

FORM UND FLOSSENFEHLER – (ASYMMETRISCHER) TRADITIONELLER PLAKAT

1.Die Basis der Dorsale beträgt <1/3 der Breite der Analflosse (geringfügiger Fehler).
2.Vordere Flossenstrahlen der Analflosse und/oder der Dorsale sind zu kurz (geringfügiger Fehler).
3.Dorsale und/oder Analflosse zeigen primäre Flossenstrahlenverzweigungen (geringfügiger Fehler).
4.Caudale kann >165°, aber nur <180° aufgespreizt werden (geringfügiger Fehler).
5.Flossenstrahlenverzweigungen in der Caudale sind mehr als primäre (2 Flossenstrahlen), bis zu sekundären (4 Flossenstrahlen) (geringfügiger Fehler).
6.Länge der Ventralen <2/3 oder >3/4 der Breite der Analflosse (geringfügiger Fehler).
7.Basis der Dorsale ist >1/3 der Breite der Analflosse (schwerer Fehler).
8.Die Länge des längsten Flossenstrahls der Analflosse ist kürzer oder länger als die doppelte Länge des äußeren Flossenstrahls der Caudale (schwerer Fehler).
9.Analflosse läuft nicht zur charakteristischen Spitze zusammen (schwerer Fehler).
10.Caudale ist nur <165° aufspreizbar.
11.Caudale weist mehr als sekundäre Flossenstrahlenverzweigungen auf (4 Flossenstrahlen) (schwerer Fehler).
12.Körper ist zu kurz oder übertrieben stämmig und schwer (schwerer Fehler).
13.Körper ist extrem schlank, vergleichbar mit einigen Wildform Betta Spezies (schwerer Fehler).

ALLE ANDEREN EINSCHLÄGIGEN ALLGEMEINEN FEHLER SIND ZUSÄTZLICH GÜLTIG

       
(Asymmetrischer) traditioneller Plakat              (Asymmetrischer) traditioneller Plakat
Gezüchtet von  Dong - Thailand             Gezüchtet von  Daniella Vereeken - Belgium

       
(Asymmetrischer) traditioneller Plakat              (Asymmetrischer) traditioneller Plakat
Gezüchtet von Wasan Sattayapun - Thailand             Gezüchtet von Sven Gudd - Germany

Bitte beachten Sie, dass diese Beispielfotos große Ähnlichkeit mit dem oben beschriebenen Standard für (asymmetrische) traditionelle Plakats aufweisen, aber trotzdem auch einige Merkmale aufweisen, die verbessert werden müssen.

Asymmetrische Schauplakats:


 

     • Allgemeines Erscheinungsbild: Das asymmetrische Aussehen wird vor allem durch die Länge und Form der Analflosse, aber auch die Breite, Länge und Form der Ventralen und Dorsale spielen eine bedeutende Rolle.

• Körper: Asymmetrische Schauplakats haben einen kräftigeren Körper als die (asymmetrischen) traditionellen Plakats. Der Körper sollte nicht zu groß/klein im Vergleich zu den Flossen sein. Die obere Linie zwischen Maul und Dorsale sollte ebenmäßig und ohne Dellen und Beulen sein. Der hintere Teil des Körpers sollte beinahe symmetrisch sein (fast wie ein Spiegelbild wenn man eine imaginäre Mittellinie zieht). Die Beschuppung des Körpers sollte gleichmäßig und linienförmig sein.

• Dorsale: Die Dorsale hat die Form eines Halbkreises, die wie ein Fächer aufklappt. Die Basis der Dorsale ist gleich der Hälfte der Breite der Analflosse. Im alleridealsten Fall überlappt die Dorsale den oberen Teil der Caudale. Die vorderen Flossenstrahlen (in Kopfnähe) müssen in der Länge vergleichbar sein zu den anderen Flossenstrahlen und nach vorne gerichtet sein. Die obere vordere Ecke der Dorsale kann entweder spitz oder leicht abgerundet seit. Der Eindruck des Aufklappens wie ein Fächer dieser Flosse, wird durch vermehrte Flossenstrahlenverzweigungen und möglicherweise durch eine leicht Zunahme der Anzahl der Flossenstrahlen. Ein Überlappen der Dorsale mit dem Körper ist nicht erstrebenswert.

• Caudale: Die Caudale ist auf 180° aufspreizbar, hat gerade Flossenstrahlen, scharfe Ecken und die Form eines Halbkreises (wie ein D). In der Mitte der Caudale, haben diejenigen Flossenstrahlen, die von der Flossenbasis zur äußeren Ecke verlaufen, eine Länge von genau der Hälfte der Breite der Analflosse. Die Flossenstrahlenverzweigungen sollten gleichmäßig verteilt sein und sekundäre Verzweigungen aufweisen (4 Flossenstrahlen) oder mehr, allerdings ohne übertrieben zu wirken. Eine Caudale, die >180° aufspreizbar ist, ist nicht einer Caudale vorzuziehen, die genau auf 180° aufspreizbar ist.

• Analflosse: Die Anal Flosse hat eine trapezoide Form, wobei die vorderen Flossenstrahlen kürzer als die hinteren Flossenstrahlen sind. Von vorne nach hinten verläuft die Analflosse leicht abfallend, allerdings ohne die punktförmige Spitze. Der längste Flossenstrahl der Analflosse sollte idealerweise zweimal so lang sein wie die Länge der äußeren Flossenstrahlen der Caudale. Bei voll aufgespreizten Flossen, sollte der vordere Teil nach vorne zeigen und der hintere mit dem unteren Teil der Caudale überlappen.

• Ventralen: Die Form der Ventralen sollen an ein Messerblatt erinnern das die scharfe Seite nach hinten gerichtet hat. Die Ventralen sollten ein voluminöses Aussehen haben, die gleiche Länge aufweisen und sich nicht überkreuzen. Die Länge der Ventralen sollte gleich dem längsten Flossenstrahl der Analflosse sein.

• Pectoralen: Wie in anderen Schaubettas


FORM UND FLOSSENFEHLER – ASYMMETRISCHER SCHAUPLAKAT
1.Basis der Dorsale <1/2 der Breite der Analflosse (geringfügiger Fehler).
2.Analflosse und oder Dorsale ohne primäre Flossenverzweigung (geringfügiger Fehler).
3.Vordeste Flossenstrahlen der Analflosse und/oder Dorsale sind zu kurz (geringfügiger Fehler).
4.Vordere Ecke der Analflosse ist zu abgerundet (geringfügiger Fehler).
5.Länge der Ventralen ist kürzer oder länger als der längste Flossenstrahl der Analflosse (geringfügiger Fehler).
6.Flossenstrahlenverzweigungen der Caudale sind weniger als sekundäre Flossenstrahlenverzweigungen (4 Flossenstrahlen) (geringfügiger Fehler).
7.Die Caudalecken sind rund (geringfügiger Fehler).
8.Die äußeren Flossenstrahlen der Caudale sind leicht gebogen (geringfügiger Fehler).
9.Die Länge des längsten Flossenstrahls der Analflosse ist kürzer oder länger als die doppelte Länge des äußeren Flossenstrahls der Caudale (geringfügiger Fehler).
10.Basis der Dorsale >1/2 der Breite der Analflosse (schwerer Fehler).
11.Analflosse verläuft zu einer Spitze zusammen (schwerer Fehler).
12.Caudale kann auf <180° aufgespreizt werden (schwerer Fehler).
13.Die äußeren Flossenstrahlen der Caudale sind stark nach außen gebogen (schwerer Fehler).
14.Übertriebene Flossenstrahlenverzweigungen in der Caudale, Dorsale und/oder Anale, die das gleichmäßige Aussehen der Flossen beeinträchtigen (schwerer Fehler).
15.Körper ist zu kurz, dünn oder dick (schwerer Fehler).

ALLE ANDEREN EINSCHLÄGIGEN ALLGEMEINEN FEHLER SIND ZUSÄTZLICH GÜLTIG

Asymmetrischer Schauplakat                                           Asymmetrischer Schauplakat
Gezüchtet von Joep van Esch - The Netherlands         Gezüchtet von  Andi & Phil Umminger - Germany


Asymmetrischer Schauplakat                                           Asymmetrischer Schauplakat
Gezüchtet von Rung Keereelang - Thailand                  Gezüchtet von Joep van Esch - The Netherlands
 

Bitte beachten Sie, dass diese Beispielfotos große Ähnlichkeit mit dem oben beschriebenen Standard für asymmetrische Schauplakats aufweisen, aber trotzdem auch einige Merkmale aufweisen, die verbessert werden müssen.

Symmetrischer Plakat

 

      • Allgemeines Erscheinungsbild: Das symmetrische Aussehen wird hauptsächlich durch die Länge und Form der Analflosse verursacht, aber auch die Länge, Breite und Form der Ventralen und der Dorsale spielen eine wichtige Rolle.

• Körper: Der Körper des symmetrischen PK ist stärker und dicker als die der asymmetrischen Typen. Der Körper sollte nicht zu groß/klein im Vergleich zu den Flossen sein. Die obere, äußere Linie zwischen Maul und Dorsale sollte ebenmäßig und frei von Beulen und Dellen sein. Der hintere Teil des Körpers sollte annähernd symmetrisch (wie ein Spiegelbild wenn man eine imaginäre Mittellinie zieht) sein mit einer starken Basis der Caudale. Die Beschuppung des Körpers sollte ebenmäßig und linienförmig angeordnet sein.

• Dorsale: Die Dorsale hat eine rechteckige Form, die durch eine Zunahme der Anzahl der Flossenstrahlen und –verzweigungen erreicht wird. Die Größe der Basis der Dorsale beträgt ¾ der Breite der Analflosse. Es ist wichtig, dass die Form und Größe nicht die allgemeine Ausbalanciertheit des allgemeinen Erscheinungsbildes stören. Im idealsten Fall überlappt die Dorsale den oberen Teil der Caudale. Die vorderen Flossenstrahlen (in Kopfnähe) müssen in der Länge mit den anderen Flossenstrahlen vergleichbar sein und nach vorne gerichtet sein. Die obere vordere Ecke sollte scharf sein. Ein Überlappen der Dorsale mit dem Körper ist nicht erstrebenswert.

• Caudale: Die Caudale kann auf 180° aufgespreizt werden, hat gerade Flossenstrahlen, scharfe Ecken und die Form eines Halbkreises („D“-förmig). In der Mitte der Caudale, sollten diejenigen Flossenstrahlen, die von der Flossenbasis zur äußeren Ecke verlaufen, eine Länge von ½ der Breite der Analflosse aufweisen. Die Flossenstrahlenverzweigungen sollten ebenmäßig verteilt sein und eine sekundäre Verzweigung aufweisen (4 Flossenstrahlen) oder mehr, aber hier sollte nicht übertrieben werden. Eine Caudale die >180° aufspreizen kann ist nicht einer Caudale, die auf 180° aufspreizen kann vorzuziehen.

• Analflosse: Die Analflosse hat eine rechteckige Form, die parallel zum Körper verläuft. Die Länge der Flossenstrahlen ist mehr oder weniger gleich den äußeren Flossenstrahlen der Caudale und der Höhe der Dorsale, um ein ausbalanciertes Aussehen zu erhalten. Während dem Aufspreizen der Flossen, sollte der vordere Teil der Flosse nach vorne gerichtet sein und der hintere Teil den unteren Teil der Caudale überlappen.

• Ventralen: Die Form der Ventralen sollen an ein Messerblatt erinnern das die scharfe Seite nach hinten gerichtet hat. Die Ventralen haben ein voluminöses Aussehen, sind beide gleich lang und überkreuzen sich nicht. Sie sollten mit den anderen Flossen harmonisch erscheinen, damit das symmetrische Aussehen erhalten bleibt. Die Länge der Ventralen sollte gleich bis maximal 1/3 der Breite der Anale betragen.

• Pectoralen: Wie in anderen Schaubettas.

FORM UND FLOSSENFEHLER – SYMMETRISCHER PLAKAT
1.Basis der Dorsale <3/4 der Breite der Analflosse (geringfügiger Fehler).
2.Analflosse und/oder Dorsale ohne primäre Flossenverzweigung (geringfügiger Fehler).
3.Vordere Flossenstrahlen der Analflosse und/oder der Dorsale sind zu kurz (geringfügiger Fehler).
4.Vordere Ecke der Anale ist zu rund (geringfügiger Fehler).
5.Länge der Ventralen ist <1/3 oder >1/3 der Breite der Analflosse (geringfügiger Fehler).
6.Flossenstrahlenverzweigungen in der Caudale sind weniger als sekundäre Verzweigungen (4 Flossenstrahlen) (geringfügiger Fehler).
7.Die Caudalecken sind leicht abgerundet (geringfügiger Fehler).
8.Die äußeren Flossenstrahlen der Caudale sind leicht nach außen gebogen (geringfügiger Fehler).
9.Basis der Dorsale >3/4 der Breite der Analflosse (schwerer Fehler).
10.Analflosse verläuft zu einer Spitze zusammen (schwerer Fehler).
11.Analflosse wird im Verlauf von vorne nach hinten immer länger (trapezoide Form) und/oder die hintere Ecke ist deutlich länger als die äußeren Flossenstrahlen der Caudale (schwerer Fehler).
12.Caudale kann <180° aufgespreizt werden (schwerer Fehler).
13.Äußere Flossenstrahlen der Caudale sind stark nach außen gebogen (schwerer Fehler).
14.Übertrieben hohe Flossenstrahlenverzweigungen in der Caudale, Dorsale und/oder Analflosse, die das gleichmäßige Aussehen der Flossen beeinträchtigen (schwerer Fehler).
15.Körper ist zu kurz oder zu schlank (schwerer Fehler).

ALLE ANDEREN EINSCHLÄGIGEN ALLGEMEINEN FEHLER SIND ZUSÄTZLICH GÜLTIG


Symmetrischer PK                                                                       Symmetrischer PK
Gezüchtet von  Morris Gabriel – Singapore                     Gezüchtet von Tapongbettas - Thailand

Symmetrical PK                                                                            Symmetrical PK
Gezüchtet von  Tapongbettas - Thailand                            Gezüchtet von  Supremebetta - Thailand
 

Bitte beachten Sie, dass diese Beispielfotos große Ähnlichkeit mit dem oben beschriebenen Standard für symmetrische Schauplakats aufweisen, aber trotzdem auch einige Merkmale aufweisen, die verbessert werden müssen.Additional comments:Zusatzbemerkungen:
Teil 1
Der Plakat Standard ist einzigartig verglichen mit den anderen Standards, weil drei kurzflossige Subtypen als jeweils selbständige Klasse anerkannt wurden. Im idealen Fall, wie beschrieben in den einzelnen Standards, können die drei verschiedenen Typen leicht unterschieden werden. In der Praxis allerdings verursachen sie einiges an Verwirrung. Da die verschiedenen Typen durch selektive Zucht aus einander heraus entwickelt wurden, führte dies auch zu den „Zwischen-Typen“. Auf Schauen kann es manchmal schwierig werden, die Fische einer bestimmten Klasse zuzuordnen, da sie oft Charakteristika von zwei verschiedenen Klassen aufweisen. In diesen Fällen sollte ein Fisch in diejenige Klasse gegeben werden, wo er die wenigsten Fehler aufweist. Es ist wichtig zu berücksichtigen, dass solche Fische normalerweise keine Top-Platzierungen erreichen, aber oft gutes Material sind, um am Aufbau einer guten Linie weiter zu arbeiten.

Teil II
Um perfekte Halfmoon Caudalen zu züchten und zu entwickeln, selektieren Züchter ihre Fische nach verschiedenen Merkmalen, wie z.B.: geraden Flossenstrahlen/scharfen Caudalecken und multiplen Flossenstrahlenverzweigungen. Um dieses Ziel zu erreichen und diese Merkmale zu fixieren, wird häufig Inzucht als Zuchtmethode verwendet. Die Jagd nach dem perfekten Halfmoon mit dieser Zuchtmethode führte zu einer weiteren Entwicklung in unserem Hobby, die die heute gezeigten Schaubettas stark beeinflusst, dem sogenannten „Rosetail“.

Obwohl es verschiedene Ausprägungsgrade des Rosetails gibt, so sind die Hauptcharakteristika des Rosetails übertrieben viele Flossenstrahlenverzweigungen in allen drei unpaarigen Flossen, die das allgemeine ebenmäßige Aussehen der Flossen beeinträchtigt. In den extremeren Ausformungen resultiert dies in der diamant-/rosenähnlich geformten Caudale. Die äußeren Flossenstrahlen der Caudale sind oft nach außen, Richtung Kopf, verbogen. Wie auch immer, gemäß dem Standard sollte die Halfmoon Caudale D-förmig sein - mit geraden Flossenstrahlen.

Einige andere, wenig erstrebenswerte Merkmale sind oft Begleiterscheinungen des Rosetails:

• Unharmonisches Erscheinungsbild (kleine Flossen im Vergleich zum Körper) -> Idealerweise sollten die Flossen gut proportional zur Körpergröße/-volumen sein.

• Asymmetrische Beschuppung -> Idealerweise sollte die Beschuppung linienförmig sein, die Schuppen mehr oder weniger gleich groß sein und gleichmäßig am Körper verteilt sein.

• Blasse Körperfarbe -> In normalen Bettas ist die Farbe für gewöhnlich intensiver und gleichmäßiger verteilt.
 


Beispiel 1

Ein Beispiel eines jungen Männchens mit extremen Rosetail Merkmalen, wie z.B.: übertrieben viele Flossenstrahlenverzweigungen in der Caudale, eine verkleinerte Dorsale und verkürzte Ventralen, eine schlechte/asymmetrische Beschuppung des Körpers und eine blasse Körperfarbe. Idealerweise sollte die Größe der Flossen in guter Proportion mit der Größe/Volumen des Körpers sein
 

 
Beispiel 2


Die übertrieben hohen Flossenstrahlenverzweigungen in dieser Caudale verursachen, dass sich die äußeren Flossenstrahlen nach außen biegen. In der Idealsituation sollten diese Flossenstrahlen gerade sein. Die übertrieben vielen Flossenstrahlenverzweigungen beeinflussen auch das gleichmäßige Erscheinungsbild der Caudale und verursachen einen ziemlich unregelmäßigen äußeren Flossenrand.

In Anbetracht der drei Plakattypen, die in diesem Standard beschrieben werden, so wird man diese Probleme am ehesten in der asymmetrischen Schauplakatklasse und in der Symmetrischen Plakat Klasse vorfinden, was mit der Halfmoon Caudale zusammenhängt. Wenn die Standards richtig interpretiert werden, sollten die extremen Formen keine Chancen haben und in einigen Fällen zur Disqualifikation führen können