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Rosetails |
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© Von Joep van Esch - www.bettaterritory.nl |
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Eine der neuesten Entwicklungen in unserem schönen Hobby ist der Rosetail. Die Meinungen der ZüchterInnen gehen aber stark auseinander, ob diese Fische in Zuchtprogrammen wirklich verwendet werden sollen oder nicht. In diesem Artikel wird kurz beschrieben, wie dieser Flossentyp entwickelt wurde und - anhand mehrerer Fotos - wie er identifiziert werden kann. Dieser Artikel basiert auf den persönlichen Erfahrungen und Gedanken des Autors.
Dieser Artikel wurde im Magazin Flare (Magazin des IBL) im
März/April 2008, Ausgabe 41, Nr. 5 publiziert. Um dieses Ziel zu erreichen und diese Merkmale zu fixieren, wird insbesondere oft Inzucht und Linienzucht als Methode angewendet. Die Jagd nach dem perfekten Halfmoon führte mit diesen Zuchtmethoden zu einer „neuen“ Entwicklung in unserem Hobby, dem Rosetail. Aber wann sind diese Fische das erste Mal in Erscheinung getreten?
Als in den 90ern das CHENMASWIL Team den modernen Halfmoon
entwickelte, war es Jeff Wilson, der die ersten „Mutanten“ züchtete. Diese
Fische waren Nachkommen einer Verpaarung seiner eigenen Linien mit der von
Lauren Chenot [1]. Aufgrund der engen Kooperation im Team, wurden natürlich
regelmäßig Fische des Halfmoon-Zuchtprogramms untereinander getauscht. Auf
diesem Weg machten sich alle Teammitglieder mit dieser Mutation vertraut.
Anfangs waren sie von diesen Fischen geradezu fasziniert, aber es schien,
dass diese Tiere einerseits schwächer waren, als normale Wurfgeschwister und
dass sie bei Zuchtansätzen eher versagten. Aufgrund dieser Probleme, aber
auch weil das Team mittlerweile normale Halfmoons in guter Qualität
züchtete, verlor es langsam das Interesse an diesen Fischen. Die Mutanten
wurden niemals im Halfmoon-Zuchtprogramm des Teams verwendet. Jeff Wilson
und Pete Goettner präsentierten einige dieser Fische aber auf einer IBC
Convention rund um 1993/1994. Damals beschrieben sie die Mutanten als
„blonde diamond halfmoons“ und bezogen sich damit auf den Phänotyp der
Fische. Sie wurden als blond beschrieben (blasse Farben) und wenn sie die
Flossen nicht aufspreizen, erinnerten ihre Caudalen an die Form eines
Diamanten.
Insbesondere die extremen Flossenstrahlenverzweigungen und
die überlappenden Flossenteile der Caudale führen zum rosenartigen
Erscheinungsbild, das die Namensgebung verständlich macht. Andere häufige
Merkmale der Rosetails, insbesondere der eher extremen Varianten, sind
kleinere Ventralen, eine schmalere Dorsale, hellere/blassere Körperfarben
(möglicherweise aufgrund des Einflusses des blond-Gens?) im Vergleich zu
ihren normalen Wurfgeschwistern. Auch zeigen sie oft eine
schlechte/asymmetrische Beschuppung und verzögertes/gehemmtes
Wachstum/Entwicklung. Die exzessiven Flossenstrahlenverzweigungen
beeinflussen oft auch das Schwimmvermögen ungünstig.
In den meisten Fällen können Rosetail Charakteristika bereits sehr früh an Jungfischen entdeckt werden. Besonders die extremen Formen zeigen bereits sehr jung eine fantastische Flossenentwicklung und eine beeindruckende Flossenspreizung im Vergleich zu ihren normalen Geschwistern. Anfangs freut man sich vielleicht sehr darüber, insbesondere Züchter, die mit diesem Phänomen nicht vertraut sind, aber normalerweise verfliegt diese Begeisterung schnell wieder und macht Enttäuschung platz, angesichts der schlechten Entwicklung dieser Fische beim Aufwachsen.
Sicher ist hingegen nur eines, wenn man Rosetails in den eigenen Linien verwendet: Der prozentuelle Anteil an Rosetails wird in der nächsten Generation höher.
Ich persönlich bin der Meinung, dass wir sehr vorsichtig mit diesen Merkmalen umgehen müssen. Wenn man mit diesen Tieren arbeitet, muss man sehr strikt und radikal selektieren, um sich ein ausbalanciertes Erscheinungsbild der Fische in den eigenen Linien zu bewahren. Ich persönlich ziehe es vor, normale bis moderate Männchen zu verwenden. Dabei bin ich sehr darauf bedacht, ein Weibchen dazu auszusuchen, das nicht zu starke Flossenstrahlenverzweigungen aufweist, um die exzessiven Flossenstrahlenverzweigungen des Männchens zu kompensieren.
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